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Yvonne Welsch

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Als Dipl. Juristin habe ich zunächst einige Jahre den klassischen Juristenjob in einer Kanzlei ausgeübt. Meine Arbeit fühlte sich jedoch nicht nach dem an, was ich für Klient*innen tun wollte oder konnte. Im Konflikt suchen Menschen in der Regel nach Fairness und Gerechtigkeit. Urteile fühlen sich jedoch nicht immer gerecht und fair an, je nachdem aus welcher Position man auf sie schaut.

 

Eine echte Win-Win-Situation können Konfliktparteien jedoch in einer Mediation finden, in der sie mit Hilfe des Mediators ihre eigenen Lösungsoptionen erarbeiten, die wirklich zu Ihnen passen und meist nachhaltiger sind.

Ich entschied mich zur Ausbildung als Mediatorin, denn ich hatte den Eindruck das passt auch besser zu mir und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit, den ich bis heute nicht bereue. Ich wollte Menschen auch den „nicht streitigen“ Weg, also nicht vor Gericht zu gehen, anbieten. Denn bei einer Mediation wird vor allem auf die Bedürfnisse und Interessen hinter den einzelnen Positionen geschaut. Es geht um gegenseitiges Verstanden werden. Wer mit dem Blick des Anderen auf eine Situation schaut, lässt Raum für neue Wege aus dem Konflikt zu. Dies hat mir stets in der rein juristischen Arbeit gefehlt. Um Klienten auch gut in Ihrer Gesamtheit, also auch in ihren psychosozialen Kontexten zu verstehen, half mir meine zweijährige Ausbildung zur systemischen Beraterin mit dem Schwerpunkt Einzeltherapie. Ich bin davon überzeugt, dass systemische Beratung und Therapie ein besonders wirksamer Weg ist, Menschen zu begleiten, weil sie den Menschen in seiner Gesamtheit sieht.

In meiner eigenen Entwicklung habe ich erlebt, wie schnell wir dazu neigen Probleme isoliert zu betrachten – als etwas, das „weg muss“, das gelöst oder repariert werden soll. Doch je mehr ich mich mit systemischer Arbeit beschäftigt habe, desto klarer wurde mir – wir sind nie losgelöst von unserem Umfeld, unseren Beziehungen und den Erfahrungen, die uns geprägt haben.

 

Was wir fühlen, wie wir handeln, woran wir festhalten oder scheitern – all das entsteht in Zusammenhängen.

 

Die systemische Beratung setzt genau hier an. Sie schaut nicht nur auf das „Problem“, sondern auf das dahinterliegende Geflecht aus Beziehungen, Mustern und inneren Überzeugungen – und tut das auf eine Weise,

die nicht bewertet, sondern versteht.

 

Für mich liegt darin eine große Kraft.

Denn wenn Menschen beginnen, ihre eigenen Muster zu erkennen – nicht als Fehler, sondern als bisher sinnvolle Lösungen. Es entsteht etwas sehr Wertvolles ... Selbstverständnis. Und aus diesem Verständnis heraus wird Veränderung überhaupt erst möglich.

Nicht durch Druck von außen, sondern als Impuls von innen heraus. Ich erlebe in meiner Arbeit immer wieder, wie entlastend es für Menschen ist, sich nicht „falsch“ fühlen zu müssen.

Wie viel sich bewegt, wenn ein Raum entsteht, in dem alles da sein darf – Zweifel, Widersprüche, Unsicherheiten.

 

Systemische Arbeit bedeutet für mich deshalb nicht Antworten vorzugeben, sondern Fragen

zu stellen, die neue Perspektiven eröffnen.

Den Blick zu weiten und Menschen dabei zu unterstützen, wieder in Kontakt mit ihren eigenen Ressourcen zu kommen.

 

Vielleicht ist es genau das, was mich so überzeugt:

Dass echte und nachhaltige Veränderung nicht darin liegt, jemandem zu sagen, wer er sein soll, sondern ihn dabei zu begleiten, wieder zu entdecken, wer er bereits ist.

 

Daher versuche ich Menschen mit der Haltung zu begleiten, die von Wertschätzung, Offenheit und tiefem Interesse geprägt ist. Ich glaube nicht an „die eine richtige Lösung“ – sondern daran, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg in sich trägt.

Manchmal braucht es nur einen Raum, in dem dieser Weg wieder sichtbar werden darf.

Diesen Raum möchte ich Dir bieten für all das was Du mitbringst.

Ausbildungen

& Fortbildungen

Vereinbare gerne einen Termin – auch kurzfristig möglich.

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